14. Juli 2016

Vereinsgeschichte

Kleine Vereinsgeschichte!
Im Frühjahr 2000 trafen sich einige Eltern der damaligen Klasse 3a der Petrus-Canisius-Schule, um das alljährliche Klassenabschlussfest vor den Sommerferien zu planen. Der „Räuber Hotzenplotz“, das bekannte und beliebte Kindermärchen, sollte für die Schüler und Eltern aufgeführt werden.

Die Spielleiterin war schnell gefunden! Die Klassenlehrerin und Leiterin der Theater-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule übernahm die Leitung der kleinen Laienschar.Bild1

Als Kulisse dienten alte, zusammengenähte Bettbezüge die liebevoll bemalt wurden. Getragen von den Kartenständern der Schule, ergab sich ein wunderbarer Hintergrund. Nach vielen, lustigen Probeabenden kam im Juni 2000 die Stunde der Wahrheit. Die Premiere in der Schule an der Magdeburger Straße (die heutige Grundschule Marienwasser) war ein großer Erfolg und leuchtende Kinderaugen waren der Dank für alle Mühen.

Nach der einmaligen Aufführung waren alle Beteiligten ein wenig betrübt, dass jetzt erst mal Schluss mit der Schauspielerei sein sollte. Als dann anlässlich des 50-jährigen Schuljubiläums im Dezember 2000 der eingesetzte Festausschuss nach Beiträgen für den Festtag suchte, wurde schnell klar, dass das Hotzenplotz-Bühnenbild nochmals zu Ehren kommen sollte.

Auf einemräuber hotzenplotz2 Elternstammtisch der Klasse wurde zusätzlich die Idee geboren, für die geplante Abendveranstaltung ein kleines Tanzstück mit lustigen Kostümen und Musik aus 5 Jahrzehnten einzustudieren. Auch hier war wieder die komplette Laienspielgruppe, verstärkt durch weitere Eltern, mit von der Partie.
Sowohl die zwei Hotzenplotz-Aufführungen am Mittag des 16. Dezember 2000, als auch die Tanzaufführung in der darauffolgenden Abendveranstaltung, kamen beim Publikum gut an. Der große Anklang der Aufführungen, gepaart mit dem guten Zusammenhalt der Hobbykünstler, ließ den Gedanken reifen, die Theaterarbeit ins Weezer Vereinsleben zu integrieren.

Am 12. Januar 2001 fand sich die Gruppe zur Gründungsversammlung zusammen. Ein Name war schnell gefunden, denn bereits um die Jahrhundertwende hatte es in Weeze den Theaterverein Thalia (in der griechischen Mythologie die Muse der Komödie) gegeben.

Was lag näher, als an diese Tradition anzuknüpfen und den Thalia Theaterverein Weeze wieder aufleben zu lassen. Schnell waren als Vereinswappen die bekannten Theatermasken in den Weezer Farben (gelb und blau) ausgesucht. Als Vereinsziel wurde die Aufführung volkstümlicher Stücke, unter Einbeziehung der niederrheinischen und insbesondere der Weezer Lebensart festgeschrieben.

Bild2Noch in der Gründungswoche wurde die Aufnahme in den Heimat- und Verkehrsverein Weeze beantragt. Als Mitglied des HVV ist Thalia auch mit einem Vereinswappen am Wappenbaum auf dem Cyriakusplatz vertreten.
Wie bereits erwähnt gab es schon um die Jahrhundertwende einen gleichnamigen Theaterverein, der auch nach dem 2. Weltkrieg aktiv war. Das wohl bekannteste Stück war die Aufführung der Elf Schillschen Off

iziere in den 30er Jahren. Dieses Stück erinnerte an die Erschießung junger Offiziere vor den Toren Wesels, die sich gegen die französische Besatzungsmacht erhoben hatten.

Aber genug aus der Vergangenheit. Der Blick ist nach vorn gerichtet! Mittlerweile blickt der Verein auf viele erfolgreiche Theateraufführungen zurück und hofft weitere Weezer Bürger für die Theaterarbeit begeistern zu können, damit für kommende Stücke geeignete Charaktere zur Verfügung stehen. Nicht zuletzt deshalb, finden regelmäßig Stammtische im Vereinslokal „Ratsstube“ statt.